Wie flink bist du mit dem Rechner? Fünf Tipps, wie du an deinem Computer im Mausumdrehen arbeitest.

Wenn du einen Computer hast, dann hast du bestimmt auch längst von Bits und Bytes gehört. Vielleicht auch davon, dass viele Bits ein Byte ergeben. Das gilt auch für dein Zeitmanagement. Hast du schon einmal die Zeit gemessen, die du brauchst, um deinen Bericht zu schreiben, deine E-Mails zu beantworten, oder dein Home Office zu erledigen?

Selbst Büros ließen sich häufig spürbar in ihrer Arbeitsgeschwindigkeit auftunen. Aber zuhause? Home Office liegt im Trend: „Die neue Verordnung von Bundesarbeitsminister Heil ordnet an, dass alle Arbeitgeber überall dort Home-Office anbieten müssen, wo es möglich ist.“ (Quelle: Focus ). Eltern, mit denen ich beruflich zu tun habe oder hatte, die Home Office und Home Schooling gleichzeitig jonglieren, erzählen mir erwartungsgemäß, dass es nicht unbedingt der Hit ist. Auch für sie stelle ich mir Tipps als sehr willkommen vor, mit denen man einfacher im Computer herumnavigieren kann.

Als Schriftsteller und Blogger verbringe ich viel Zeit meines Lebens am nicht mehr wegzudenkenden Elektronikhirn. Zudem bin ich mit Computer aufgewachsen – damals war es noch ein 286er, dessen Standardspruch „C:\>“ lautete, falls das noch jemand kennt, und ich habe einfach Spaß am Computer.

Ich bin ein ziemlicher Chaot, was es angeht, Prioritäten zu setzen und nehme mir sehr viel vor, was ich machen möchte. Deshalb habe ich permanent zu wenig Zeit. Es macht mich nervös, wenn ich merke, dass ich meine Agenda nicht abhake wie geplant. Am liebsten hätte ich, dass der Tag 240 Stunden hätte. Deshalb sammle ich nun seit ein paar Jahren Tricks, wie das richtige Zeitmanagement die einzelne Stunde des Tages produktiver ausschlachtet, vor allem die Zeit am Computer. Häufig merkt man nicht, wie die Geschwindigkeiten einzelner Prozesse (bspw. mit einem alten Prozessor ein Programm zu laden) die kostbare Lebenszeit verstreichen lässt. Wie die Zeit vergeht und wieviel man sparen könnte, wird einem nur schwerlich überhaupt bewusst. Denn wie bereits erwähnt: Viele Bits machen ein Byte!

Wer sich noch gar keine eingehenden Gedanken darüber gemacht hat, der kann seine Geschwindigkeit mit ein paar Tricks schnell mal verdoppeln. Deshalb habe ich eine Liste mit ein paar der wichtigsten hier für euch zusammengefasst.

  1. Schneller Computer

Zwischen einer halben Sekunde und einer ganzen liegen Welten. Ein Programm laden, einen Ordner öffnen, die Datei abspeichern und so weiter und so fort. Hier und da nur mal ganz kurz warten, bis weiter geklickt und getippt werden kann. Diese (vielen!) zwar kurzen Zeitintervalle nicht gedanklich zu verbuchen, ist ein großer Fehler. Da rappelt sich was zusammen. Ein schneller Computer lohnt sich. Das konnte ich deutlich spüren, als ich meine Ratterkiste zum Teufel gejagt hatte. Deshalb lieber eine neue Kiste besorgen, eine mit gutem Prozessor, schneller Festplatte oder SSD und üppig Arbeitsspeicher. Wenn du die neue Kiste hast, kannst du gleich sehen, ob nun der schnelle Computer beim Browsen auf eine Antwort des Internets wartet, weil er längst bereit ist, dann kannst du dir gleich noch eine schnellere Internetverbindung bestellen.

  1. Zehn-Finger System

Ich musste nicht schlecht staunen, als ich einmal im Zug eine Laptopbenutzerin gesehen habe, die mit Zwei-Finger-Suchsystem ungefähr halb so schnell tippen konnte wie eine Sekretärin. Es sah nach Kung-Fu aus. Dieser Anblick ist aber die Ausnahme, die meisten tippen mit zwei Fingern nicht halb so schnell wie sie. Wer auch nur 15 Minuten pro Tag Text tippt, der täte sich selbst einen gefallen, einmalig ein paar Wochen darin zu investieren, dies für alle Zeit vier Mal so schnell zu erledigen. Es fühlt sich nur am Anfang wie ein Krampf an, üben lohnt sich. Z. B. auf Tipp 10 oder mit dem kostenlosen Programm kTouch. Auch eine gute Tastatur mit leichtgängig schwuppenden oder klickenden Tasten (je nach Geschmack) kann sich dann lohnen und das ganze noch schneller machen. Wer noch eine gute Tastatur besorgen muss, dem kann ich ans Herz legen, ein Magic Keyboard zu besorgen, also eines, das noch zusätzliche, programmierbare Knöpfe bietet. Ich drücke hier nur SHIFT + Briefumschlag-Symbol, um meine Vorlage für Briefe zu öffnen.

  1. Tastenkürzel benutzen

Tastenkürzel sind ein Segen: Stelle dir vor du möchtest das zuletzt getippte Wort kopieren. Die Hand zur Maus bewegen, primärer Doppelklick, dann sekundär klicken, „kopieren“ ansteuern, Primärklick… das dauert etwa 4-5 Sekunden. CTR+SHIFT+Linke Pfeiltaste, dann CTR+C, das dauert keine 2 Sekunden. Doppelt so schnell zu arbeiten ist was tolles. Es gibt grundsätzlich mehr Tastenkürzel als Menschen denken und es können in vielen Programmen und Betriebssystemen eigene Tastenkürzel eingestellt werden, z. B. im Text Editor „Kate“. Es lohnt sich in der Hilfe-Datei seiner Programme oder auf deren Webpräsens nachzusehen. Es gibt aber noch verborgenere Abkürzungen: manchmal ist der Weg mit der Maus der kürzere. Dafür brauche ich noch nicht einmal eine Maus mit zusätzlichen programmierbaren Seitenknöpfen, wobei ich meinem Zeitmanagement auch diesen Luxus gewährt habe. Ein Bild von einer Website auf meinem Computer zu speichern und sie dann in LibreOffice in ein Dokument einzufügen kostet mich etwa 4 Sekunden. Wie ich das mache? Ich ziehe das Bild von Firefox in meinen File Browser (PCMan), dann greife ich es von dort noch einmal und ziehe es in mein LibreOffice-Dokument. Wobei wir auch schon beim nächsten Thema wären, denn ich muss dafür keinerlei Fenster öffnen, schließen, minimieren, maximieren oder vor Wut die Scheibe einschlagen:

  1. Mehrere Bildschirme oder großen Bildschirm verwenden

Wie bereits angedeutet, kann auch der Bildschirm bei der Geschwindigkeit helfen. Ich benutze einen 4K-Bildschirm zum arbeiten und ich liebe es (Screenshot). Ich habe die Fenster so angeordnet, wie ich es optimal finde. Auch das viele hin- und herklicken anstatt einfach nur in eine andere Ecke zu gucken, sind viele Bits, die sich zu Bytes ansammeln und das Zeitmanagement kaputt machen. Manche Programme merken sich die zuletzt gewählte Größe oder sogar Position des Fensters, so muss ich sie nach dem Hochfahren auch nicht großartig einstellen. Wie man sehen kann benutze ich in meinem Texteditor eine Zeilenlänge im optimalen Bereich, d. h. mein Auge muss weder ständig in eine neue Zeile springen noch ist es anstrengend die nächste Zeile mit dem Blick zu erwischen (Quelle: Typo-Info) . Diesen Komfort hat man eben mit einem großen Bildschirm. Andere schwören darauf, zwei Bildschirme zu verwenden, was sicherlich andere Vorteile hat. Denn es ist nicht dasselbe, bspw. kann ich auf dem einen Bildschirm ein Fenster maximieren, um damit genau die eine Hälfte meiner Verbildschirmung zu bedecken.

  1. Software

Zu Software gäbe es sicherlich viel zu sagen, weil es natürlich viele Softwares gibt. Es lohnt sich jedenfalls sich anzusehen, welche Software für den Zweck und für dich als Nutzer optimal flutscht. Auch lohnt es sich anzusehen, wie sich die Software optimal einstellen lässt. Ich möchte das mal am Beispiel Firefox verdeutlichen. Dort habe ich Bookmarks häufig besuchter Seiten in meine „Bookmarks Toolbar“ eingefügt, und zwar ohne Text, ich erkenne diese häufig benutzten Links Natürlich am Icon. Mit einem Klick kann ich das Wetter meines Wohnortes anzeigen lassen, indem ich selbstverständlich nicht https://www.donnerwetter.de als Link in meiner Bookmarks Toolbar hinterlasse und dann meinen Wohnort eingebe, stattdessen habe ich dies nur einmal gemacht und dann die entsprechende Ziel-URL abgespeichert. Die Suchfunktion der Adressleiste toppt es aber noch. Ich brauche – mit dem Firefox Fenster aktiviert – vielleicht etwas mehr als 2 Sekunden, um Art. 5 Grundgesetz aufzuschlagen: F6 + „jur 5 gg“ + Enter. ‚jur‘ ist für mich das Keyword für die Adressleiste, um auf dejure.org zu suchen. Du kannst dies in den Sucheinstellungen von Firefox einstellen. In etwa drei Sekunden habe ich eine Karte meines Wohnortes: F6 + „osm Gundelfingen“ + Enter. ‚osm‘ steht für die Suche mit OpenStreetmap.

Ich hoffe dir hat meine Sammlung gefallen und auch genützt. Wenn du weitere Tipps hast, hinterlasse sie gerne in einem Kommentar. Lasst mich wissen, wenn es mehrere Menschen gibt, die sich eine Zugabe aus meiner noch nicht erschöpften Trickkiste wünschen, mit dem man am Computer Zeit sparen kann.

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